Die Schanz

Ingolstadt wird noch heute „Die Schanz“ genannt, da es seit Jahrhunderten von mächtigen Festungsmauern umgeben ist. Bereits in der Mitte des 16. Jahrhunderts erhielt Ingolstadt seinen dritten Befestigungsring mit Geschützbastionen, Umwallungen und Gräben. An dieser Befestigung bissen sich die Belagerungsheere im Dreißigjährigen Krieg die Zähne aus. Ingolstadt war die stärkste Stadt Süddeutschlands und widerstand allen Belagerungen. 1632 lag das Heer des Schwedenkönigs Gustav Adolf vor den Toren der Stadt und musste erfolglos wieder abziehen. Am 30. April 1632 starb der Feldherr der katholischen Liga, Graf Tilly, der bei Rain am Lech verwundet worden war, in der Stadt.
1654 bis 1679 wurde die Stadt mit ausgedehnten Bastionen weiter verstärkt.
1827 begann unter Mitarbeit des Baumeisters Leo von Klenze der Bau der  Festungs-anlagen, die nach 21 Jahren fertig gestellt waren. 1872 wurden die Festungsgürtel  erweitert. Die großartigen Reduite, Türme und Kavaliere, die zwischen 1827 und 1848 entstanden, sind noch fast alle erhalten und nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des Stadtbildes.


erstellt 09/2003 - Copyright by Irene Regler  - zuletzt geändert 30.01.11